Prof. Dr. rer. soc. Beate Blank

Professur für Soziale Arbeit / Sozialarbeitswissenschaft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Villingen-Schwenningen.

Promotion in Erziehungswissenschaft an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen. Dissertation mit dem Titel: Die Interdependenz von Ressourcenförderung und Empowerment. Der Ressourcenbegriff der AdressatInnen. Veröffentlichung 2012: http://www.budrich-verlag.de/pages/details.php?ID=719

Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie (Genderforschung) und Empirischen Kulturwissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen, Abschluss in Erziehungswissenschaft: Diplom-Pädagogin.
Studium der Sozialen Arbeit an der Hochschule Esslingen, Abschluss: Diplom-Sozialarbeiterin (FH).

Zusatzausbildungen in Buddhistischer Philosophie und Psychologie (seit 2012) bei Lharampa Tenzin Kalden Dahortsang. In Achtsamkeitsmeditation (2011) und "Tsa rLung" (2006), eine Technik zur Gesunderhaltung und Burnout-Prävention, bei Tulku Lobsang Thamchoe Nyima. In Atem- Körpertherapie und Transpersonaler Psychologie nach C.G. Jung, Stanislav und Christina Grof und anderen (1987-1992).

Weiterbildungen in Unternehmensgründung, Vereins- und Betriebsführung an der Universität Hohenheim, dem Paritätischen Bildungswerk und anderen (1992-2000).

Lehrbeauftragte für Soziale Arbeit (1988-2013) und Vertretungsprofessur (2002-2003) an der Hochschule Esslingen, Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege
.

Gründung empowerment consulting~beratung (1999/2000).

Geschäftsführung der Frauenwohn- und -arbeitsprojekte des Vereins ArbeiterInnen-Selbsthilfe Stuttgart (ASH) e.V. von 1987-1999. Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins ASH von 1977-1989
. Dazu gehören Projekte der Gemeinwesenarbeit, der Kinder- und Jugendhilfe, der Wohungslosen- und Arbeitshilfen und der Armutsprävention. Die Gemeinwesenarbeit in Stuttgart-Hallschlag ist 1977 aus einer Miterinitiative hervorgegangen und in den 1990er Jahren in das Stadtteilnetzwerk integriert worden. Der Aktivspielplatz Hallschlag wird seit 1980 von der Stadt Stuttgart gefördert und seit 2003 von ehemaligen Spielplatzkindern und Hauptamtlichen sowie deren Freunden mit dem Verein Dracheninsel e.V. weitergeführt. Die Beratungsstelle für besondere Lebens- und Notlagen entstand 1978 aus einer Selbsthilfegruppe für Sozialhilfeempfänger/innen heraus. Bis 2002 konnte sie auf ehrenamtlicher Basis betrieben werden. Nach mehrmaliger Förderablehnung durch den Stuttgarter Gemeinderat musste sie aufgelöst werden. Das 1980 gegründete Haus für obdachlose Frauen und deren Kinder entwickelte sich von einer Selbsthilfeorganisation mit selbstverwaltetem Zweckbetrieb zu einem Sozialunternehmen. Das ASH Frauenwohn- und -arbeitsprojekt hat 2000 seinen Arbeitsbereich in die gemeinnützige GmbH ZORA ausgegliedert. Der Wohnbereich wird unter der Trägerschaft der ASH e. V. weitergeführt.

International Studies for Professionals (Council International Programs) an der Indiana University (U.S.A.), Purdue University of Indianapolis, School of Social Work und beim Julian Center, einem Beratungszentrum mit angeschossenem Frauenhaus für traumatisierte Frauen nach sexualisierter Gewalt in Indianapolis (09/1993-02/1994).

Ehrenamtlich aktiv als Mitglied des Beirats des Vereins der Freunde der Hochschule Esslingen; als Mitglied im Fachausschuss Frauen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. und als Schöffin am Land- und Amtsgericht. Mitinitiatorin und -organisatorin des Bürgerprojekts Spur der Erinnerung, ... mehr

Auszeichnungen: Ehrennadel der Hochschule Esslingen für Lehrtätigkeit (2012). Publikums- und Projektpreis für die "Internationale Frauenteestube Freiburg-Haslach" (2008). "Good Practice" Bewertung durch das Forschungsinstitut Empirica für die Offene Bürgerbeteiligung in Stuttgart Freiberg/Mönchfeld (2003).

Mitglied im Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH).


 

 

 

Beate Blank zeigt, dass Utopien von Selbstermächtigung und Potentialentfaltung Einzelner und ganzer Gruppen nicht nur denkbar, sondern auch machbar sind. Ihrer Anschauung nach sind unsere stärksten Ressourcen Liebe, Mitgefühl und Kooperation: Die Urkraft der Selbstermächtigung ist die Liebe. Sie ist die stärkste Kraft in uns und im Universum. Sie ist das Herz des Lebens und Bewusstseins; die Quelle allen Seins. Das strahlend klare und friedvolle Potential unseres Geistes ist in jedem von uns von Anfang an vorhanden. Wenn wir unsere wahre Natur nicht erkennen können, ist es in Wirklichkeit nur so, als hätten Wolken die wärmende Sonne verdeckt. Aber sie scheint doch. Immer!

Inzwischen sind die Quantenphysik und die Neurowissenschaften auf dem Weg, dieses uralte Wissen von dem die MystikerInnen aller Kulturen zeugen und das die philosophischen Schulen des Ostens seit Jahrhunderten empirisch untersucht haben, mit naturwissenschaftlichen Methoden nachzuweisen. Die Neurowissenschaften haben in zahlreichen Befunden belegt, dass alles menschliche Streben auf "Liebe und Anerkennung geben und nehmen" hin ausgerichtet sei, so Prof. Dr. Joachim Bauer in seinem 2006 erschiene Buch: "Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren". Demnach sind Liebe, Mitgefühl und Kooperation die Grundlagen unseres Glücks, des persönlichen und gobalen Friedens.

Schon Ende der 1970er Jahre - als kaum jemand von Empowerment sprach - hat Beate Blank Empowermentkonzepte entwickelt und umgesetzt. Der ehemalige Sozialamtsleiter der Stadt Stuttgart und Sozialdezernent des Landkreises Tübingen, Herr Dieter Rilling, formulierte dies in einem Referenzschreiben so:

"Frau Beate Blank zeichnet sich in ihrer Arbeit gleichermaßen durch ein ausgeprägtes Engagement wie eine hohe Fachlichkeit aus. Besonders hervorzuheben ist ihr Einsatz für benachteiligte Gruppen, und zwar schon zu einer Zeit, als diese noch sehr viel weniger als heute im Blickfeld der offiziellen Sozialarbeit standen.
Ihre Fachlichkeit war und ist neben fundierten Kenntnissen in den Methoden der Sozialarbeit und auf allen Gebieten des Sozialrechts stark geprägt vom Gesichtspunkt der Autonomie und der Selbstbestimmung der in Krisensituationen und Notlagen geratenen Menschen. Trotzt engagierter Übernahme der sozialen Anwaltsfunktion hat sie den rat- und hilfesuchenden Menschen nie als Objekt der Betreuung gesehen, sondern diesen dabei unterstützt, seine eigenen Stärken und Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln.

Der Ansatz von Sozialarbeit, der in den letzten Jahren als 'empowerment' aus dem angelsächsischen Raum in der Bundesrepublik eingeführt wurde, hat die Sozialarbeit von Beate Blank seit je her bestimmt; sie hat die entsprechenden Ziele und Inhalte aus eigener Motivation und Intuition entwickelt und umgesetzt.

Die Zusammenarbeit mit der Sozialverwaltung war bei aller Parteinahme und dem entsprechenden Einsatz für die Belange benachteiligter Gruppen und einer deshalb nicht ausbleibenden kritischen Position gegenüber staatlichen und kommunalen Institutionen geprägt von einem offenen, verlässlichen, freundlichen und fairen Umgang miteinander. Der Unterzeichnende hat aus dieser Zusammenarbeit wichtige Anregungen und Impulse erfahren."


Wir danken Herrn Dieter Rilling für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.

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