Aktuelles und Termine 2013/2014

 

16.-18. Juli 2014, Seminar in Holzgerlingen bei Stuttgart: Empowerment - Systemisch reflektieren, planen und ermöglichen
Inhalte:
Die Selbsterfahrung steht im Mittelpunkt dieses Seminars. Die Empowerment-Praxis und -erfahrungen der TeilnehmerInnen werden auf allen Ebenen von Empowermentprozessen aus systemischer Perspektive reflektiert und eingeordnet. Ergänzend wird das empowerment Instrument die Schatzsuche vorgestellt und in die Nutzung des Empowerment-Kompass von Dr. Martin Schaurhofer eingeführt.
Ort:
Bildungs- und Familienzentrum Holzgerlingen. Übernachtungsmöglichkeiten siehe www.fobis-stv.de
Anmeldung, Bezahlung und mehr Informationen bei: FoBis -Systemisches Institut für Bildung, Forschung und Beratung, Altdorfer Str. 5, 71088 Holzgerlingen, E-Mail info[at]fobis-stv.de

26. und 27. September 13, Vortrag in Dortmund:
Inklusion und Partizipation. Chancen und Risiken von Empowermentprozessen in der Sozialen Arbeit
im Rahmen der Bundestagung der BAG Wohnungslosenhilfe e.V.
Veranstalter: Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V., Bundestagung "Wohnungslosenhilfe mischt sich ein" 2013

Ort: Kongresszentrum Westfalenhalle, Strobelallee 45, D-44139 Dortmund
Anmeldung: Online-Anmeldung unter http://www.bagw.de > Bundestagung 2013

19. September 13, Seminar in Stuttgart: Diversitiy und Gender
Inhalte: Forschungen bestätigen, dass wir zuallererst Orientierung und Sicherheit in der Einordnung des Geschlechts des Gegenübers suchen. „Genderbewusstsein“ und „Gendersensibilität“ sind Begriffe, die zunehmend unser soziales Miteinander prägen und mit denen wir uns in unterschiedlichen Rollen definieren. Wenn wir die Geschlechterrolle in Beziehung setzen zu kulturellem Hintergrund, Aufenthaltsstatus, Alter, soziale Situation oder Behinderung, tun sich schnell zusätzliche Herausforderungen und Konflikte auf, aber auch neue Möglichkeiten und Chancen. Wie können wir auf diesem Hintergrund Frauen und Männer, Mädchen und Jungen, in ihren spezifischen Potentialen sehen und ihre besonderen Lebensherausforderungen wahrnehmen? Wie können wir Stereotype erkennen und ein Schwarz-Weiß-Denken auflösen? Wie einen unverstellteren Blick auf das vermeintlich Normale und auf das Fremde einnehmen? Das Seminar vermittelt Methoden zur geschlechterbezogenen Arbeit mit Frauen und Männern, Mädchen und Jungen, mit und ohne Migrationsgeschichte und mit und ohne Assistenzbedarf. Praktische Beispiele machen deutlich, wie die Adressatinnen und Adressaten selbst ihre Ressourcenvielfalt als Schätze wahrnehmen und wie sie Bewältigungsstrategien aus weiblicher oder männlicher Perspektive entwickeln können. Themen wie interkulturelle Kommunikation und Konfliktbewältigung werden ergänzt durch die Reflexion von Rahmenbedingungen für die Wahrnehmung und Würdigung von Einzigartigkeit und Vielfalt.
Co-Referentin: Petra Pfendtner, Erziehungswissenschaftlerin, Supervisorin und Organisationsberaterin, Leitung von NIKA-Netzwerk interkulturelle Arbeit.
Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte aus der Sozial- und Migrationsarbeit
Veranstalter: Fortbildungsreihe "Vielfalt (er)leben" des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 19.09.13 von 9:30 bis 17 Uhr
Teilnerhmer/innenzahl: max. 15
Anmeldung: Der PARITÄTISCHE BW, Xenos-Projekt "Interkulturelles Paritätisches Mehrgenerationenzentrum", Projektmanagement Basri Askin, Haußmannstr. 6, D-70188 Stuttgart, E-Mail:askin[at]paritaet-bw.de

19. August 13, Vortrag in Stuttgart: Inklusion und Teilhabe in der Gemeinde
Inhalte: Im Jahr 2009 hat die Bundesrepublik die UN-Menschenrechtskonvention für Menschen mit Behinderungen unterschrieben. Seit dem hat jeder/r Bürger/in ein Recht auf Teilhabe von Anfang an und in allen Lebensbereichen. Doch wie sieht Inklusion im Alltag aus? Wie können Wege zu diesem großen Ziel gefunden werden? Frau Dr. Blank wird Beispiele guter Praxis und Empowermentinstrumente vorstellen, die zur Selbstermächtigung nützlich sind. Anschließend werden wir der Frage nachgehen, wie sich seelisch Leidende und ihre Selbsthilfegruppen in ihr Gemeinwesen einbringen können. Wie ihre Erfahrungen als ein wichtiger Teil des Ganzen wahrgenommen und ihr Mitten-drin-sein zur Normalität werden können.
Zielgruppe: Alle sind herzlich willkommen!
Veranstalter: Offene Herberge e.V., Clubabend
Ort:Sozialpsychiatrischer Dienst Cannstatt, Kneippweg 8 (Haltestelle Nürnberger Str.U1, S2, S3), 70374 Stuttgart
Anmeldung: Almut Maria Oswald, E-Mail: oswald[at}offene-herberge.de

9. Juli 13, Workshop in Stuttgart: Empowerment und Teilhabe in der sozialen Arbeit – Strategien, Herausforderungen und Lösungsansätze aus der Praxis
Inhalte: Die gesellschaftlichen Aufgaben von Integration und Inklusion lassen sich nicht ohne die Teilhabe und Selbstermächtigung der betroffenen Personen und Gruppen umsetzen. Daher rückt Empowerment als internationales Konzept sozial-, gesundheits- und erziehungswissenschaftlicher Theorie und Praxis verstärkt in den Fokus der Fachöffentlichkeit. Dennoch bleibt der Empowermentansatz umstritten und ein schillerndes Label für vielfältige Praxis und Interessen. Häufig wird Empowerment als Selbstmanagement oder einzelfallbezogene Methode missverstanden. Empowermentprozesse sind jedoch auf fünf sozialstrukturellen Ebenen wirksam: Person (1), Peer Group/Selbstorganisation (2), Institution (3), Nachbarschaft/Sozialraum (4) und Gesellschaft (5). Die systemische Dynamik berührt viele Interessen, die nicht immer miteinander vereinbar sind. Das Thema dieses Seminar ist daher: Empowerment verhindernde und ermöglichende soziale Arbeit. Wir werden Ermöglichungs- und Verhinderungsstrukturen anhand der eigenen Praxis identifizieren und daran anschließend weiterentwickeln, sodass ein unmittelbarer Gewinn mitgenommen werden kann. Sie werden einen Einblick in die Komplexität und Wirkweisen von gelungenen Empowermentprozessen bekommen und die dafür eingesetzten partizipativen Verfahren und Techniken kennen lernen können.
Zielgruppe: Fach- und Führungskräfte aus der Sozial- und Migrationsarbeit
Veranstalter: Fortbildungsreihe "Vielfalt (er)leben" des PARITÄTISCHEN Baden-Württemberg
Datum und Uhrzeit: Dienstag, 09.07.13 von 9:30 bis 17 Uhr
Teilnehmer/innenzahl: max. 15

Ort: Jugendherberge Stuttgart, Haußmannstr. 27, D-70188 Stuttgart
Anmeldung: Der PARITÄTISCHE BW, Xenos-Projekt "Interkulturelles Paritätisches Mehrgenerationenzentrum", Projektmanagement Basri Askin, Haußmannstr. 6, D-70188 Stuttgart, Email:askin[at]paritaet-bw.de

Neuerscheinung: Die Interdependenz von Ressourcenförderung und Empowerment. Der Ressourcenbegriff der AdressatInnen.
245 Seiten, 28,-- Euro, ISBN 978-3-86388-010-1, Budrich UniPress Ltd., Opladen, Berlin & Toronto 2012 Inhaltsbeschreibung im Pdf-Format

Bestellung http://www.budrich-verlag.de/pages/details.php?ID=719

Statement von Prof. Dr. Frank Nestmann, Technische Universität Dresden:
"Ressourcenförderung und Empowerment sind die zentralen psychosozialen und sozialpädagogischen Maximen und Handlungsorientierungen des vergangenen Jahrzehnts und bleiben aktuelle und zukünftige Herausforderungen und Ziele jeder sozialen Arbeit. Beate Blank in Deutschland eine Schlüsselperson zwischen empowermentorientierter sozialer Theorie und Praxis – spannt in ihrem Buch den großen Bogen von einer interdisziplinären und multidimensionalen konzeptionellen Grundlegung dieser häufig nur als `labels´ genutzten Modellvorstellungen bis hin zu konkreter Projektpraxis, innovativer Methodenentwicklung und interaktiver Ressourcenmanagementsoftware. Studierende wie PrakterInnen aus Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen finden in diesem Buch eine breit fundierte Handlungstheorie auf der Basis eines autonomen und akteurszentrierten Ressourcen- und Empowermentverständnisses und insbesondere aufschlussreiche Beispiele und anregend neue Impulse für eine partizipative Praxis der Ressourcenarbeit. Ein Buch, das Ressourcen- und Empowermenttheorie praktisch werden lässt, hat in Deutschland gefehlt."

Rezension von Prof. Dr. Titus Simon, Hochschule Magdeburg- Stendhal,
erschienen in der Zeitschrift wohnungslos 4/2012 und Sozial Extra 1/2 2013:
" [...] Beate Blank hat ein verdienstvolles, empfehlenswertes, da fundiert geschriebenes Buch vorgelegt. Wer die Engführung vielfältiger Praxis überwinden möchte, die sich trotz ihrer manchmal zweifelhaften Bemühungen das Etikett 'Empowerment' anheftet, tut gut daran, der hier fundiert aufgezeigten wechselseitigen Bedingtheit von Ressourcenförderung und Empowerment stärkere Beachtung zu schenken. Dies kann nicht geschehen, ohne dem 'Eigen-Sinn' der Klienten und Klientinnen mehr Raum zu geben, was die vielfältigen Formen von unterstützender Praxis komplizierter macht. Es handelt sich bei der Veröffentlichung um einen anspruchsvollen Text, den man nicht ohne Vorkenntnisse lesen sollte. Er ist somit eher für jene bedeutsam, die sich weitergehend mit den verschiedenartigen Facetten des Empowermentbegriffs und daraus ableitbarer Handlungskonzepte befassen wollen."
Die gesamte Rezension ist hier unter Downloads erhältlich.


Rezension von Prof. Dr. Andreas Strunk, Dipl.-Ing., Sozialpädagoge, Sozialplaner, Vorstandsmitglied des DBSH Landesverband Baden-Württemberg, erschienen in der Zeitschrift FORUMsozial 1/2013:
"[...] Dieses Buch ist für den spannend zu lesen, der sich auf eine wissenschaftliche Erkundung des gesamten Feldes der Ressourcendefinition, Ressourcenförderung und Ressourcennutzung einlassen will. Aus meiner Sicht ist keine relevante Bezugstheorie ausgelassen. Die Leserin und der Leser werden klüger und freuen sich über den entsprechenden Wissenszuwachs, den die Autorin als Lotsin ermöglicht. Dargestellt wird auch ein überzeugendes Praxisbeispiel: das Bildungs- und Coachingprogramm 'Personale Ressourcenidentifizierung - eine Schatzsuche', das die Autorin als Lehr- und Leitplan erfolgreich in der Migrations- und Integrationsarbeit, der Behindertenhilfe und in der Wohnungslosenhilfe eingesetzt hat. Eine Feldstudie in einem 'Soziale Stadt'- Gebiet in Freiburg im Breisgau gibt zur Verknüpfung von Ressourcenerkundung mit MigrantInnen und dadurch ausgelösten Empowermentprozessen praktische Hilfestellung. Interessant wäre nun die Herausgabe eines Handbuches, in dem andere Autorinnen und Autoren gemeinsam mit Beate Blank weitere Praxisbeispiele ressourcenorientierter Sozialarbeit vorstellen könnten. Auf diese Weise würde sich die wohltuende und menschenfreundliche Haltung dieses Ansatzes in der Sozialen Arbeit weiter verbreiten.
Die gesamte Rezension ist hier unter Downloads erhältlich.

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